Der Kofferraumtest

FM | June 29th, 2010 - 3:12 pm

Usability-Tests müssen nicht immer mit hohen Kosten oder enormen Zeitaufwand verbunden sein. In seinem Buch Don’t make me think! Web Usability: Das intuitive Web stellt Steve Krug eine, wie ich finde, recht gute Methode vor, die eigene Firmenseite schnell auf ihre Orientierungsqualitäten hin zu untersuchen – den Kofferraumtest.

Ablauf des Kofferraumtests:

Hierbei wird zunächst ein Screenshot irgendeiner Unterseite der Internetseite aufgenommen und ausgedruckt. Nun sucht man sich einige Teilnehmer, welche vorzugsweise der Zielgruppe entsprechen und führt ihnen den Ausdruck für nur ein paar Sekunden vor Augen. Ist dies getan, sollten die Teilnehmer folgende fünf Fragen problemlos beantworten können:

  1. Welche Site ist das?
  2. Auf welcher Seite bin ich gerade?
  3. Welche Hauptsektionen gibt es?
  4. Auf welchem Level befinde ich mich und welche Optionen habe ich hier?
  5. Wo befinde ich mich im Übersichtsplan?

Ist dies nicht der Fall, so kann es durchaus sein, dass an der Seite noch etwas verändert werden sollte, um dem Nutzer die Orientierung zu erleichtern. Man sollte stets im Hinterkopf haben, dass Besucher durch Suchmaschinen, tief in die Hierarchie einer Webseite geschickt werden können. Finden sie sich dann auf der Seite nicht auf Anhieb zurecht, sind sie schnell wieder verschwunden.

Tipps für eine bessere Orientierung:

  • Die Navigation muss leicht verständlich und vorallem konsistent sein
  • Eine verständliche Gliederung lebt durch gute Formatierung
  • Die Startseite sollte stets mit nur einem Klick zu erreichen sein
  • Eine Sitemap, sowie die Suchfunktion sind bei umfangreichen Webseiten unabdingbar

Im Grunde hilft es sich an Konventionen und Standards zu orientieren, denn diese werden auf vielen Webseiten bereits verwendet, wodurch sie von den meisten Nutzern wiedererkannt werden.

Tipps für den passenden Domain-Namen

FM | June 2nd, 2010 - 10:30 am

Zu Beginn einer jeden erfolgreichen Internetpräsenz steht die Frage nach einem geeigneten Domain-Namen. Bei mir stellt dies meist einen der zeitaufwendigsten Schritte im Web-Design dar. Allein für den Namen dieses Blog-Projektes habe ich etwa eine Woche lang überlegt.

Handelt es sich um ein privates Projekt, mag das ja noch akzeptabel sein. Steckt jedoch ein Kundenauftrag dahinter kann die Zeit einem schnell im Nacken sitzen. Darum werde ich meine jüngsten Erfahrungen hier darbieten, in der Hoffnung dem einen oder anderen damit eine Hilfe an die Hand zu geben.

Zunächst werden zwei Typen von Domain-Namen unterschieden:

  1. Keyword Domains: bestehen lediglich aus einem oder mehreren Schlagworten, welche zur Thematik der Website passen sollte(n). Beispiele dafür sind generische Adressen wie Computer.de oder Surfen.de, aber auch kombinierte wie Webstandards.de oder Suchmaschinenoptimierung.de.
  2. Kunstwort Domains: hingegen bieten eine größere Freiheit, da im Prinzip alles möglich ist. Es ist jedoch auch nicht verkehrt, wenn der Name dennoch einen Rückschluss zur Thematik der Website bietet. Beispiele hierfür wären ebay.de oder Blogger.de.

Beide haben ihre Vor- und Nachteile und sollten je nach Projekt ausgewählt werden.

Nun ein paar Tipps die zur Domain-Namensfindung hilfreich sein können:

  • Eile mit Weile: Sofern man nicht gerade unter enormen Zeitdruck steht, lohnt es sich bei der Wahl eines geeigneten Domain-Namen etwas länger zu überlegen. Schnell hat man eine Domain registriert und plötztlich fällt einem etwas viel Besseres ein. Das ist unsinnig und kostet unnötig Geld.
  • Verschreiber einkalkulieren: Für größere Projekte lohnt es sich mehrere Namen zu registrieren. Gerade bei Kunstworten entstehen schnell Verschreiber, welche den Nutzer ins Nirgendwo führen. Folgende Adressen führen beispielsweise ebenso auf die Google-Startseite: googgle.de, goggle.de, googel.de.
  • Surfen in guter Lage: Manche Domain-Endungen sollte man vermeiden, da sie vorwiegend von eher zwielichtigen Webangeboten verwendet werden und man so Gefahr laufen könnte mit diesen in einen Topf geworfen zu werden. Ist also einmal der Wunschname.de nicht mehr frei, so ist beispielsweise Wunschname.cc auch keine glorreiche Alternative.
  • Kurz und prägnant: Am besten sollte der Domain-Name nach dem ersten Hören im Gedächtnis hängen bleiben. Namen die zu lang sind oder einer Buchstabierung bedürfen sind daher ungeeignet.

Welche Tipps habt ihr für die geeignete Domainfindung? Habt ihr besondere Erfahrungen gemacht?